ENGAGEMENT FUER AUSBILDUNG
UND FÖRDERUNG JUGENDLICHER
Bereits zum 20. Mal zeichnete der
Rotary Club Freiamt fünf engagierte Schülerinnen und Schüler der
Abschlussklasse der Kantonsschule Wohlen mit einer besonderen Auszeichnung für
ihre herausragenden Leistungen und exzellenten Maturaarbeiten aus. Dieses
Jubiläum markiert einen bedeutenden Meilenstein im langjährigen Engagement des
Clubs in der Bildungsförderung. Die Preisträgerinnen und Preisträger heben sich
durch Ausdauer, Beharrlichkeit und Mut hervor. Eigenschaften die in besonderer
Weise mit den Werten von Rotary übereinstimmen.
Am 27. April nahmen die
Preisträgerinnen und Preisträger ihre Ehrungen im Beisein von Mitschülerinnen
und Mitschülern der Kantonsschule Wohlen, ihren Angehörigen und Freunden sowie
Vertreterinnen und Vertretern des Rotary Clubs Freiamt entgegen.
Den feierlichen Rahmen der Preisverleihung eröffnete die Kanti-Band mit
dem Stück «Seven Nation Army» von den White Stripes in der Version von Ben
l’Oncle Soul unter der Leitung von M. Suk. Anschliessend begrüsste Rektor und
Rotarier Matthias Angst die Gäste im gut gefüllten Saal und dankte allen
Beteiligten für ihr Engagement bei der Organisation der Feier.
In seinen Grussworten ging der Präsident des Rotary Club Freiamt, Max
Knoblauch, auf die zentralen Werte von Rotary International ein und hob das
kontinuierliche Engagement des Clubs für Bildung, Gemeinwohl und
gesellschaftliche Verantwortung in der Region hervor.
Anschliessend wurde die Jury vorgestellt, die sich aus Vertreterinnen
und Vertretern des Rotary Club Freiamt sowie der Kantonsschule Wohlen
zusammensetzte. Sie stand vor der anspruchsvollen Aufgabe, aus insgesamt elf
nominierten Arbeiten jene auszuwählen, die sich in besonderem Masse durch
akademische Exzellenz, Engagement und persönliche Reife auszeichnen. Alle
eingereichten Arbeiten überzeugten durch ein bemerkenswert hohes Niveau.
Bereits ein Blick auf die Titel der ausgezeichneten Maturaarbeiten
zeigte die beeindruckende thematische Bandbreite von persönlichen und
historischen Lebensgeschichten bis hin zu hochkomplexen naturwissenschaftlichen
Fragestellungen. Diese Vielfalt bedeutete für die Jury nicht nur eine intensive
Auseinandersetzung mit den Arbeiten, sondern auch die Herausforderung, sich in
Themengebiete einzuarbeiten, die teilweise weit über den eigenen fachlichen
Hintergrund hinausreichen.
Arbeiten wie jene von Gilles Bärtschi zur «Entwicklung einer
funktionalen Programmiersprache basierend auf Arrows» oder die Untersuchung von
Gabriel Cerqua zur Antibiotikaresistenz mit dem Titel «Acquisition of
Antibiotic resistance through UV-induced Mutagenesis in Bacillus subtilis and
Escherichia coli» stehen exemplarisch neben gesellschaftlich und persönlich
geprägten Fragestellungen wie der Auseinandersetzung mit Migration und
Identität in «Zwischen Heimat und Fremde». Eine empirische Analyse der kosovarischen
Migration in die Schweiz von Elmina Brenoli, der Vertiefung von Angelina
Franjić zum «Krieg in Vukovar» sowie Celine Mellonis Analyse über den «Stress
im Herzschlag von Jugendlichen».
Zu Beginn der eigentlichen Preisvergabe wurde mit der Bekanntgabe des 3.
Rangs gestartet. Anschliessend wurden die beiden Kandidatinnen für die
Anerkennungspreise auf die Bühne gebeten. Ausgezeichnet für ihre hervorragenden
Arbeiten wurden Gilles Bärtschi und Angelina Franjić. Im Anschluss
präsentierten die drei Preisträger Gabriel Cerqua, Elmina Brenoli und Celine
Melloni ihre Arbeiten.
Trotz ihrer unterschiedlichen
Interessen und individuellen Zukunftspläne vereinte alle Gewinnerinnen und
Gewinner eine gemeinsame Stärke. Eine aussergewöhnliche Motivation und spürbare
Begeisterung für ihre Projekte. Dabei wurde deutlich, dass es Ausdauer, Mut und
Durchsetzungsvermögen braucht, um solche anspruchsvollen Arbeiten anzugehen und
erfolgreich umzusetzen.
Diese Leistungen zeigen zugleich, dass
die Maturaarbeiten ein wertvoller Schritt auf dem Weg in die Zukunft sein
können. Die dabei gesammelten Erfahrungen bieten nicht nur fachliche
Erkenntnisse, sondern stärken auch persönliche Kompetenzen, die weit über die
Schulzeit hinaus von Bedeutung sind.
Diese Leidenschaft war im Saal deutlich
zu spüren, sie wirkte ansteckend und dürfte viele inspiriert haben. Für
künftige Maturandinnen und Maturanden könnte sie Ansporn sein, sich mit ebenso
viel Engagement, um eine Nominierung für den Rotary-Preis 2027 zu bewerben.
29. April 2026 / Rotary Club Freiamt / Silvia
Furlan